Dubioser Fall von Welpenschmuggel in OÖ

Acht Welpen illegal zum Verkauf angeboten

Muellner Sonja

Pfotenhilfe hat sie aufgenommen und versorgt

Der Tierschutzhof Pfotenhilfe in der Grenzregion OÖ/Sbg. ist mit einem dubiosen Fall von Welpenschmuggel konfrontiert. Nach einem Anruf der Bezirkshauptmannschaft Ried im Innkreis mussten die Tierretter acht Hundewelpen aus einer Wohnung in Ried abholen. Bei der Erstuntersuchung wurde festgestellt, dass die erst rund acht Wochen alten Babys, die damit auch gesetzwidrig zu früh von der Mutter getrennt wurden, nicht einmal gechippt waren. Außerdem hatten sie keine Papiere und hätten damit nicht einmal die Grenze passieren dürfen.

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"So einen Fall hatten wir noch nie: zumindest gechippt und mit Pass ausgestattet waren Welpen bis jetzt immer, auch wenn sie aus dubiosen osteuropäischen Quellen stammten", ist Pfotenhilfe-Geschäftsführerin überrascht. "Die armen Babys waren sehr stark verwurmt und hatten zudem sehr viele Flöhe und starken Durchfall." Auf dem Tierschutzhof Pfotenhilfe wurden die sieben Mädchen und der Bub behandelt und sind mittlerweile auf dem Weg der Besserung. Sie genießen bereits den Auslauf auf der großen Hundewiese mit Teich und haben sichtlich viel Spaß. Ab Mitte Oktober sind die süßen Zwerge durchgeimpft und fertig für die Adoption.

Laut den Angaben der Riederin, aus deren Wohnung die Welpen abgeholt wurden, seien dieser die Hunde zunächst von einem ausländischen Paar auf der Straße zum Kauf angeboten worden, was in Österreich verboten ist. Als sie dies ablehnte, sei sie gefragt worden, ob sie für zwei bis drei Stunden auf die Hunde aufpassen könne, man hätte etwas zu erledigen und wolle sie nicht im heißen Auto lassen. Nachdem sie einwilligte, hätte sie nie mehr etwas von den beiden gehört. Nach zwei bis drei Tagen sei ihr die Sache über den Kopf gewachsen und sie hatte sich an den örtlichen Tierschutzverein gewandt, der wiederum die Pfotenhilfe und die Behörden informierte.

"Die Geschichte klingt sehr seltsam und erscheint mir dadurch noch weniger glaubwürdig, dass die Dame angab, dass sie die Welpen über das Internet wieder loszuwerden versucht habe. Die Plattform Willhaben verlangt etwa einen Züchternachweis oder eine Tierheimbewilligung, um Tieranzeigen zu schalten. Das war wohl der Auslöser, warum sie keinen anderen Weg mehr gesehen hat, als die Tiere abzugeben", mutmaßt Stadler. "Ob die Dame die Wahrheit sagt oder wie sie tatsächlich zu den Welpen kam, ist Gegenstand behördlicher Ermittlungen."

Die Hundwelpen hoffen auf Ihre Hilfe!
Insgesamt 1.400 Euro kostete die Erstversorgung mit Impfen, entwurmen und chippen!

Hier können Sie mit Ihrer Spende helfen: Meine Spende für die Hundewelpen.

Veröffentlicht am 26.09.2019